Zum BV Kassenentüren Uni-Campus Saarbrücken
Der Belag im Bereich des neuen Sauberlaufs war um einiges widerspenstiger, als wir erwartet hatten. Er musste komplett 3 cm herunter gearbeitet werden. Erschwerend kam dazu, dass die Arbeiten dort genau abgestimmt werden müssen. Also der Zeitrahmen und wann Krach und Dreck gemacht werden darf.
Um nicht das ganze Campus in eine Staubwolke zu hüllen, haben wir entschieden, den Estrich mit dem SDS-Max Meiselhammer - normal heißt sowas 'Großer Pickhammer' - abzutragen.
Kalkuliert haben wir mit zwei Leuten und Tagen. Aber was soll ich sagen - Aber nachdem Unsere Gesellin und der Azubi am Mittwoch bis um 6 gekämpft hatten, waren sie längst nicht so weit mit dem harten Zeug. Also habe ich gestern einen zweiten Pickhammer im Baumarkt ausgeliehen - das war ein Kapitel für sich, weil die 20% - Aktionstag hatten. Da war soviel los, dass ALLE Einkaufswagen unterwegs waren, als ich dort angekommen bin.
Wenn du wissen willst, wie wir mit dem sauharten Boden fertig geworden sind, wie wir dabei alle über uns hinaus gewachsen sind und wie ein Zuschauer plötzlich wieder weg war, dann wirf einen Blick in die Kommentare!
Vorab:
Besonderer Respekt gilt unserer Gesellin Lorenz, die an den drei Tagen hier durchgebollert hat.
#Steinmetzbetrieb #Denkmalpflege #Restaurierung #UniversitätdesSaarlandes #UdS #Saarbrücken #Handwerk
mögen das
Bildhauerei Formenpark
Als Antwort auf Bildhauerei Formenpark • •Nachdem ich mich also durch den Baumarkt gekämpft hatte - ca. 70% der Kundschaft waren Rentner, sie alle hatten keine Zeit - mußte ich erstmal zum (unbezahlte Werbung) Würth um runter zu kommen, zwei Spitzmeißel zu kaufen und mir einen Becher Gemüsebrühe zu genehmigen, die man sich dort aus dem Automaten ziehen kann.
Die Filiale meines Vertrauens ist bei uns in Homburg-Saar. Hier komme ich hin, wenn ich normales Bau-Werkzeug und -Maschinen brauche oder wie jetzt: ein Heißgetränk und einen Moment zum runterkommen.
Wie erwartet, waren die beiden Spitzmeißel, die ich gekauft habe, es auch wert, nochmal dort halt zu machen.
Danach ging es kurz in die Werkstatt den Azubi einfangen und dann auf die Baustelle. Unterwegs lief im Radio ein Lied namens 'Vals de infar (c) to' also 'Infarkt Walzer'. Das hat mich dann wieder mit dem Tag in Einklang gebracht.
Bis wir endlich auf dem Campus angekommen sind, war es 11 🙈. Die beiden Gesellinnen und der Helfer, die seit 8 dort waren, waren gerade ziemlich durch den Wind.
Wir teilten uns in zwei Teams auf: Team Sauberlauf (die drei mit den Pickhammern - das waren Gesellin Sara, der Azubi und ich), die anderen beiden machten den alten Mörtel von den Platten runter.
Zu dritt mit zwei Abbruchhämmern zu arbeiten war genau richtig: zwei Personen spitzten den Estrich runter, während eine den Dreck weg machte. Damit könnte man sich zwischendurch auch immer ein bisschen ausruhen und gerade biegen.
Spoiler: ich liege trotzdem heute auf der Couch 🛋️ aber immerhin tut mir nicht alles weh.
Zwischendurch haben wir dann nochmal alles genau nachgemessen und festgestellt, dass alles auf dem richtigen Weg ist. Dann ging es an die "Feinarbeit" - die allerdings nicht weniger mühselig war als das Grobe.
Eine witzige Episode: irgendwann stand ein Mann in der Tür - vielleicht ein Dozent vielleicht aber auch jemand aus der Verwaltung - und sagte etwas verzückt (vermutlich über uns Frauen auf der Baustelle) "lassen Sie sich nicht stören". Spaßeshalber habe ich ihn gewarnt, dass man bei uns aufpassen muss, weil man ruck zuck mit eingeteilt wird, aber dann machten die beiden Gesellinnen weiter mit dem Pickhammer und der Flex, worauf er dann etwas erschrocken wieder hinter der Tür verschwand. Das war irgendwie süß.
Na ja - um 15:00 Uhr haben wir nochmal drüber geschaut und konnten feststellen, dass es durchaus so aussieht, als sei das wir heute zu schaffen. Dann haben wir den Untergrund für den Sauberlauf nochmal genau nachgemess, und die letzten Buckel abgetragen, danach alles sauber gemacht und als wir mit allem fertig waren, war es 20 vor vier. Damit konnten wir ohne Überstunden ins Wochenende.
Das hat sich ein bisschen angefühlt, wie eine Meisterschaft zu gewinnen.
Andreas Kilgus mag das.