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Ich bin zu folgender Einschätzung gelangt:

Das #Fediverse ist der digitale Biohof des Internets: Alles macht irre viel Arbeit, es gibt keine Vorgaben von oben, das Marketing sieht aus, als hätten es eine Sechsjährige und ihr Hamster verantwortet, und finanziell ist es schlicht ein Desaster.




Ach so: Und es ist total schön da!
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Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

Ein finanzielles Desaster wäre es nur, wenn eine Gewinnabsicht hinter all dem stecken würde. In den 80/90er Jahren gab es das "Fidonet" (Mailbox-Netz), das primär von Privatleuten betrieben wurde. Wenn man etwas aus Überzeugung/Hobby/Interesse tut, dann steckt man gerne viele Zeit/Geld in die Sache. Deshalb sah/sehe ich das Fediverse nicht als Konkorrenz zu X/Threads & Co, sondern als "echte" Social-Media Alternative. Von Menschen für Menschen.
Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

ÖPNV das Hobby? Autobahn das Hobby? Jugendarbeit das Hobby?
Linux - als das Betriebssystem der meisten Server ist auch "ein Hobby"? Die Wikipedia auch?

Wie kommst Du darauf, dass Leute hier nichts als Freude rausbekomnen und darum hier sind?
Ab wann wäre Fedi denn kein Hobby mehr? Welche Maßstäbe setzt du hier an?
@name

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Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

Ne, den habe ich nicht übersehen. Ich challenge die "außer Freude" Annahme. Nur weil Betreiber eines Netzwerks keinen direkten finanziellen Benefit aus einer Tätigkeit zieht, heißt das nicht, dass diese Tätigkeit ein Hobby ist. Mich stört daran vorallem der Mangel an Wertschätzung am Begriff selbst. Denn wenn alle morgen mit ihren "Hobbies" aufhören, dann würde unsere Gesellschaft direkt kollabieren. In Zeitlupe sehen wir das ja auch in den letzten 40 Jahren passieren.
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Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

Boah. Das tut mir leid, dass dich das fediverse so nervt und dich soviel kostet.
Meine Erfahrung mit Biohöfen ist auch anders. Vom Marketing her hat das schon ganz gut funktioniert. Ökologische Landwirtschaft ist die einzige Art von der man auch als kleiner Betrieb mit der Familie leben kann. Das bedeutet, finanziell gar nicht so eine Katastrophe. Im Gegensatz zur konventionellen, wo man immer der Büttel der Pharma Industrie und der Banken ist.
Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

Mag ja sein. Aber da es der besserverdienende großen Politik offenbar ja an Ideen mangelt, das Volk für demokratische Entscheidungswege zu begeistern, stöbere doch einfach ganz neugierig, was in diesem kleinen Misthaufen alles so gärt. Und wenn Ihr da in Berlin munter den armen Leuten das Wenige wss sie haben, klaut und Eure Bonzengehälter erhöht, spendet doch einfach für das gute Gewissen an die Programmierer:innen. Schenken werden sie Euch Eure Reichweiten nicht. Arbeiten!
Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

deine Posts sind gewohnt überspitzt 😉, aber wer sich heute komplett neu bei Mastodon anmeldet, muss sogar weniger Daten angeben und Schritte durchlaufen, bis er loslegen kann, als bei X oder Threads. Ich habe erst kürzlich den Selbstversuch gemacht. Und zumindest die Weboberfläche, die ja bei den kommerziellen Anbietern eher kränkelt und gegenüber den Apps Einschränkungen hat, finde ich bei Mastodon sehr gelungen. Dafür soll hier die App schlecht sein (nie getestet).
Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

wobei die irre viel Arbeit auf irre viel motivierte Freiwillige verteilt wird; "oben" schlicht keine Vorgaben machen kann, weil es kein "oben" gibt, sondern jeder selber mitmachen kann; es überhaupt kein Marketing gibt: als basale Infrastruktur ist es einfach da; und finanziell wird es ebenfalls von vielen kleinen Einheiten getragen.

Ja, insofern ähnelt das Fediverse wohl einem Biobauernhof: es kursiert ein falsches Bild bei denen, die es nicht kennen.

Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

keine vorgaben von oben würde ich jetzt auf jeden fall nicht biohöfen zuschreiben (eher, dass biohöfe sich mit den vorgaben auseinandergesetzt haben und einverstanden sind damit, aber es sind echt viele vorgaben);
vielmehr würd ich sagen, dass das fediverse eine ansammlung aus digitalen gewächshäusern von selbstversorgenden wohnkommunen bis einfach nur ein topf aufm balkon ist.
Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

Ich habe dazu Wertungen:
1.) "Irre viel Arbeit" - Selbstwirksamkeit 😍
2.) "Vorgaben von oben" - Sind in der Regel verdammt unpassend in der Praxis 👎🏻
3.) "Marketing einer Sechsjährigen und eines Hamsters" - Marketing dient in der Regel der Wahrnehmungsverzesserung (Lüge) 👎🏻
4.) "Finanziell ein Desaster" - Finanzielle Tragfähigkeit hat in Informationsmedien selten zu etwas Gutem geführt 👎🏻

Fazit: Ich finde Deine Einschätzungen sprechen alle FÜR das fediverse (speziell mastodon)!

Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

@Awet Tesfaiesus, MdB Du hast aber immer noch nicht verstanden, was Open Source ist. Das Fediverse ist nicht das Kind einer Firma, sondern das von Open Source. Es gibt kein Oben, kein Marketing und die Sechsjährige mit dem Hamster mag der Verspieltheit manchen Entwickler geschuldet sein. Open Source wird nur selten finanziert und soll auch von Geldgebern unabhängig bleiben. Open Source ist eine spezielle Freiheitsbewegung, im wesentlichen ehrenamtlich und vor allem für alle erstellt. Obwohl, oder gerade weil vieles chaotisch organisiert ist, funktioniert es. Am genialsten finde ich das GIT-System, mit dessen Hilfe Entwickler (und NutzerInnen! -> Issues filen) weltweit zusammenarbeiten können. Ohne sich kennen oder sehen zu müssen. Das kann mensch nur noch mit dem Blues vergleichen, eine Musik, die Musiker zusammen spielen können, ohne vorher ein Wort ausgetauscht haben zu müssen und das viel mehr Freiheiten als das bloße Nachspielen eines bekannten Songs zu läßt. Und der oder die Blues hat auch viele wunderbare Kinder hervorgebracht.

Ein schöner Artikel, hat mal vor Jahren erklärt, wie OpenSource funktioniert :
Die Kathedrale und der Basar

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (4 Tage her)
Als Antwort auf Bildhauerei Formenpark

@formenpark
Fair enough, ich finde es ja generell einfach eine gute Idee, wenn einfach alle physisch und digital da leben können wo es ihnen gut gefällt. :)

… und wenn darüber hinaus die Kapitalisten nicht einfach nur ihre Kund*innen verlieren, sondern ihre Unternehmen und ihre Macht als Ganzes. :)
@AwetTesfaiesus

Als Antwort auf Awet Tesfaiesus, MdB

@Awet Tesfaiesus, MdB

sogar "List nehr" 🙈

Ich suche nach einer virtuellen Tastatur ohne Google - für mein Handy.
Zur Zeit teste ich das Fossify Keyboard. Das nutzt die Gboard Rechtschreibprüfung, aber keine Autokorrektur - ich muss also selbst nochmal durchlesen, bevor ich abschicke. Daran muss ich mich wieder gewöhnen, aber dann kann ich wieder abgeben und sagen #didit!

Der Hof ist wirklich bildschön.
Ich würde empfehlen, die Fugen vorne schließen zu lassen. Das ist besser für das Mauerwerk und sieht gut aus 😅 - aber bei dem Dachüberstand ist es nicht so eilig.